CTF Eutin mit 2. Bungsberg Marathon am So 17. Nov. 2009

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Herman
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CTF Eutin mit 2. Bungsberg Marathon am So 17. Nov. 2009

Beitragvon Herman » Di Nov 17, 2009 22:58

Zunächst wollte ich mein Rad wieder instandsetzen, daher melde ich mich erst jetzt
(bezieht sich auf den Schlamm ohne Ende).

Um besondere Leistungen zu erbringen, braucht’s manchmal nur des Zuspruchs guter Freunde, wie einen Tag vorher in Fockbeck bei der NordCup Trikotverleihung, wo man festlich bei Kaffee und einer Unzahl Kuchen zusammengekommen ist, fest entschlossen, die nächsten Monate von Gemütlichkeit bestimmen zu lassen. Die Saison sei abgeschlossen, Radfahren im Sommer anstrengend genug und könne bei Kälte und Nässe keinen Spaß machen. Aber es gäbe ja immer einige Irre, die sogar Matsch und Schmutz einer CTF in Kauf nähmen und damit sei jetzt nach mehreren Tagen Dauerregen reichlich zu rechnen.

Derart moralisch gestärkt trat ich am Sonntag zum 2. Bungsberg CTF-Marathon an und grübelte bei der Anfahrt im Nieselregen, ob die Kollegen nicht doch Recht haben könnten. Die Luft ist irgendwie raus, nun gut, nur dieses eine Mal noch, schließlich war ich angemeldet, habe einen der begrenzten Startplätze erhaschen können und stand somit im Wort, hatte aber gehörigen Respekt, da ich den 1. Bungsberg Marathon von 2007 über 100 km noch in Erinnerung habe. Marathon nimmt man nicht mal so eben mit, das gilt besonders für Mountainbiker, da es kaum ein Angebot für solche Strecken gibt - im BDR-Kalender sind gerade mal 7 enthalten, im ganzen Norden bis nach Dortmund-Aplerbeck außer Eutin eben gar nichts.

Umso beachtlicher ist die Anstrengung der rührigen Radsportabteilung des TS Riemann, eine CTF mit 4 Streckenlängen und verschiedenen Leistungsgruppen zu stemmen mit Gerald als Spiritus Rector und Motor der Marathonstrecke von 105 km. Begeisterungsfähigkeit ist eine Sache, gewusst wie eine andere. Die Idee mit dem Vorspann um 8 Uhr und der Auswahlmöglichkeit auf verschiedene 70er Gruppen um 10 Uhr ist genial, da so Alle noch bei Tageslicht das Ziel erreichen können. Qualität spricht sich rum, die Teilnehmer kamen teilweise von weither und ich habe keinen gehört, der nicht begeistert gewesen ist und wiederkommen will, wenn 2010 der Bungsberg von neuem ruft.

Die Wege können wunderschön matschig sein, die Tiefe der Schlammlöcher ist durch überdeckendes Laub nicht erkennbar, kreuz- und querliegende Äste sind gekonnt drapiert, besonders stolz ist die Organisation auf die zu überquerenden riesigen Buchen, deren Zahl unterschiedlich mit 4, 6, 7, 8 angegeben wird. Es waren jedenfalls viele, für mich schienen sie ohne Hilfe unüberwindbar. Sonst habe ich mich aber gut geschlagen – ganz in kurz - erst in der Gruppe von Gerald, da war ich noch bärenstark, dann Stephan und schließlich Bärbel, die aber strampelte vorwärts wie um ihr Leben und war mir auch noch zu schnell. Aufgefallen ist das kaum, gab doch der Antrieb meines Rades einige unwillige Geräusche von sich, die mein Schwächeln auf das Material lenkten. Ach ja, von der RG Kiel von 1896 waren noch die Rennfahrer Calli und André da, dem einen fehlte die Luft (in den Reifen), dem anderen die Puste (allerdings in Gruppe 1). Es ist eben der Bungsberg, wenn schon kein richtiger Berg, dann um so mehr Schmodder, dafür war es wenigstens nicht staubig.

So eine geführte Tour ist für den Verein zwar aufwendiger zu meistern als eine gezeichnete Strecke zu präsentieren, dafür hat man aber auch ein sehr schönes Gemeinschaftserlebnis. Auch mit Matsche auf den Augen schien mir alles sehr harmonisch zu sein. Gemeinsam angekommen, alle gewonnen! War super! :D
Dateianhänge
Bungsberg-CTF.jpg
Je länger die Strecke, desto unbedeutender die Zeit, da allein die Bewältigung der Strecke zu einer eigenen Leistung wird.

Calli

Beitragvon Calli » Mi Nov 18, 2009 19:13

Habe auch gerade erst mein MTB wieder instandgesetzt. Auch wenn ich die Bremsen nur äußerst selten betätigt habe, so war die Verschleißgrenze der Felge jetzt endgültig erreicht und so durfte ich umspeichen.

Die Tour war wieder mal erstklassig organisiert und wie man auf den Bildern erkennen kann, hat auch das Wetter mitgespielt. Als mir die letzten 10km die Luft ausging und ich nachpumpen musste, hat unser Guide Mark zwar nicht auf uns drei gewartet, aber etwas später hat uns dann die nächste Gruppe eingesammelt.

Ziemliches Pech hatte übrigens Patrik, der extra aus Hamburg angereist war um die Marathonstrecke in Angriff zu nehmen. Nach nur 8km war die Tour für ihn wg. Speichen- und Felgenbruch beendet…

Am Sonntag dann zur Abwechslung mal mit dem Crosser am Fernsehturm.

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Sven
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Beitragvon Sven » Mi Nov 18, 2009 21:29

Hey, cooler Bericht...wäre auch gern dabeigewesen weils vorletztes Jahr schon so super war. Meine müden Knochen vom Samstag und mein lange-schon-angemeldeter Oma-Besuch machten mir leider einen Strich durch die Rechnung. Man sieht sich im Viehburger...

Gruß
Sven :D
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