MTB Wochenende im Harz 2007

Berichte von Touren außerhalb unserer Tourentreffs

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Baumi
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MTB Wochenende im Harz 2007

Beitragvon Baumi » Mo Mai 21, 2007 19:41

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Die Harztour der RG-Kiel MTBer
Wie die letzten beiden Jahre auch, hieß es diesen Mai wieder „Der Harz ruft“.
Nach einer sorgfältigen Vorbereitungs- und Planungsphase machten sich am 16. Mai drei Fahrzeuge auf den Weg. Karl Heinz und David waren am Mittwoch bereits gegen Mittag gestartet. So konnten sie vor Ort in Altenau noch die notwendigen Einkäufe tätigen. Arne und Baumi sowie Hauke, Olli und Sven fuhren unabhängig voneinander gegen 16 Uhr aus Kiel los. Nach einem kurzen Anruf während des Staus am Elbtunnel war klar, dass man nur ca. 200 Meter auseinander war. Also wurde kurz beschlossen sich in Bispingen auf einen Hamburger zu treffen. Altenau erreichten die beiden Teams dann fast zeitgleich. Karl Heinz und David hatten zwischenzeitlich bereits gegessen und das Essen für die Nachzügler vorbereitet. Mit der Tourvorbereitung für den folgenden Tag und ein paar Bier ging dieser regnerische Tag zu Ende.
Tag 1:
Nach dem Frühstück sollte es um 10 Uhr losgehen. Abfahrt 10:21h. Von unserem Haus ging es über eine zunächst leichte Steigung dem südlichen Ortsausgang entgegen. Ab hier ging es weiter über einen Schotterparkplatz zum Baumann-Weg, der uns über mehr als vier Kilometer und 370hm in stetigr Steigung zum Einstieg zum Wolfswarten-Trail führte. Bereits die ersten Meter dieses Weges zeigten einigen von uns ihre Grenzen auf. Der Trail war nicht an allen Stellen und für alle fahrbar. Hauke, der auf dem breiten Schotterweg noch die Führung machte, zog es vor, den steinigen Weg fast gänzlich rauf und runter zu schieben. Belohnt wurden die Mühen durch eine großartige Fernsicht von der Wolfswarte.
Am Ende des Trails erwartete uns Torfhaus, von wo aus uns der weitere Weg über den Märchenweg in Richtung Oderteich führte. Viele Wurzeln und Steine säumten hier unseren Weg. Und auch hier zogen es einige von uns streckenweise vor, die Füße zum gehen und nicht zum treten zu benutzen. Nach einer kurzen Pause am Oderteich wurde der Weg wieder breiter aber auch merklich steiler. Zunächst bergauf, dann bergab. Nach der Umrundung des Rehberg und Großen Sonnenberg erreichten wir einen mit Brücken gut präparierten Weg, der uns direkt entlang des Oderteiches führte. Parallel zum Märchenweg fuhren wir zurück nach Torfhaus. Von hier aus ging es am Kellerwasser Richtung Oker-Stausee. Die Gruppe teilte sich, da Baumi, Sven und David noch einen Trail ausprobieren wollten. Karl-Heinz, Arne, Olli und Hauke nahmen die nicht ganz so anstrengende Variante über den Schotterweg. Zurück am Haus wurde Material- und Körperpflege betrieben. Die Dreiergruppe machte sich durch mitgebrachten Kuchen, der auch umgehend mit Kaffee verzehrt wurde, Freunde. Insgesamt schlug dieser Tag mit 49km, 1300 Höhenmetern fast sechs Stunden Fahrzeit zu Buche.

Das Abendessen wurde im örtlichen Parkhaus "Hexenhaus" eingenommen. Anschließend klang der Abend mit Weingummi, Chips, Bier und Baumis selbstgemixten „Kettenöl“ aus.
Tag 2:
Für diesen Tag stand eine Umrundung des Brocken mit Startpunkt Torfhaus auf dem Programm. Fünf von uns starteten die Tour bereits mit der acht Kilometer langen Anfahrt von Altenau nach Torfhaus – dieses Mal allerdings über die Straße. Das Wetter zeigte sich vielversprechend sonnig, so dass bei den Beteiligten größtenteils kurze Bekleidung angesagt war. Nach der Vereinigung mit den Auto-Anfahrern starteten wir mit einer Downhillpassage entlang der Skipiste von Torfhaus, um anschließend auf größtenteils gut ausgebauten Waldwegen Richtung Schierke abzufahren. Diese schnellen Abfahrten waren für alle von uns ein Genuss. Von Schierke aus begann der Anstieg Richtung Brocken. Gemeinsam mit Hundertschaften von Touristen wurden die ersten Meter auf einem steilen Sandweg und der Teerstraße Richtung Brocken genommen. Kurz bevor wir die Straße verlassen wollten wurden wir durch Warnungen „Vorsicht! Kieler von unten“ aufgeschreckt. Uns entgegen kam eine Horde von 17 FTN-Radlern, die mit ihrer Jugend einen Rennradausflug auf den Brocken unternahmen. Nach einem kurzen Klönschnack mit anschließendem Gruppenbild mit den Neumünsteranern trennten sich unsere Wege wieder, und wir wandten uns wieder dem vertrauten Untergrund zu.

Über Wald- und Schotterwege ging es weiter zu den Zeterklipppen, die Baumi, David, Sven, Arne und Hauke bis zu einem Aussichtspunkt bestiegen. Von hier aus war eine großartige Aussicht auf den Brocken zu genießen. Weiter ging es über gut fahrbare Waldwege. Eine am Wegesrand liegende Hütte Höhe Scharfenstein lud zu einer kurzen Kaffee-, Kuchen- und Wurstpause und zum füllen der Wasserspeicher ein. Im weiteren Bikeschieb der Tour wurde der Eckerstausee umrundet. Der Aufstieg am Eckersprung sollte sich zur Tortur entwickeln, so dass der Aussage von Karl Heinz „ist gleich vorbei“ nach einer Stunde niemand mehr Glauben schenken wollte. Die letzten Kilometer nach Torfhaus waren, abgesehen von einer Steigung parallel zur Skipiste ein Spaziergang. Den Ortsschildsprint nach Torfhaus entschied Baumi knapp vor Hauke für sich. Auf die fünf Kletterer vom Morgen wartete jetzt noch die sechs Kilometer lange Abfahrt nach Altenau, die in kürzester Zeit bewältigt wurde. Arne und Olli hatten ihre Räder noch nicht ganz ausgeladen, als Karl Heinz und Hauke und mit kurzem Abstand Baumi, Sven und David am Haus ankamen. Daten der Tour: 65km, 1800hm und gut sieben Stunden im Sattel.
Der Abend sollte eigentlich im Whirlpool eingeläutet werden, aber die Thermen, die im letzten Jahr noch besucht worden sind, wurden abgerissen und es entsteht zurzeit ein Neubau. Zum Essen hatten wir uns für diesen Tag die Gaststätte am Rothenberg ausgesucht, die in Luftlinie nur 20 Meter von unserer Wohnzimmercouch entfernt war.
Tag 3:
Für heute war eine entspannte Tour Richtung Clausthal-Zellerfeld geplant. Vor der Abfahrt um 9:45h sah es nach recht gutem Wetter aus. Wie die letzten Tage auch gab es einen Start aus der kalten Hose und bereits nach wenigen Metern im Gelände blieb uns nur noch schieben, was aber heute nicht so dramatisch wurde wie am Eckersprung am Vortag. Der weitere Weg führte uns direkt nach Clausthal-Zellerfeld. Kurz vorm Ortseingang fing es so stark an zu regnen, dass man sich zu einer kurzen Pause an einer Bushaltestelle entschloss, in deren Bikeschieb bei Arne und Hauke die Entscheidung fiel, die Tour aufgrund von Knieschmerzen bzw. falscher Bekleidung abzubrechen. So rollten die beiden weitestgehend bergab zurück nach Altenau um den Tag entspannter als eigentlich geplant fortzusetzen. Nach der Trennung von Arne und Hauke nutzten die verbliebenen Teilnehmer die Regenphase zu einer Kaffeepause. Der Kaffe war noch nicht ganz ausgetrunken, da verzog sich schon der Regen. Also konnte es wie geplant auf einer ausgeschilderten Strecke Richtung Bockswiese, Schalke und Schulenberg zum Okerstausee weitergehen. Da wir die Mühen der letzten beiden Tage spürten, wurde eine „gemütliche“ Runde ausgesucht. Im Cafe Muhs in Schulenberg machten wir Rast bei Kaffee und Radler und Olli bekam endlich seinen heiß ersehnten Windbeutel. Gut gestärkt ging es dann wieder in den Berg. Fahrtechnisch war diese Tour nicht annähernd so anspruchsvoll wie die beiden ersten Touren. Doch in einem sehr schmalen Singletrack geschah es dann doch. Karl Heinz war offensichtlich in einem Steilstück an einer Wurzel hängen geblieben und stürzte! Das dramatische war der Abschnitt in dem der Sturz passierte. Hätten ihn die jungen Fichten nicht sanft abgefangen, hätte er ein unfreiwilliges Bad im Okerstausee genommen.
Während Karl Heinz und Olli die Runde abkürzten fuhren Baumi, Sven und David noch über die Staumauer und umrundeten den See. Den Abschluß dieser dritten Tour bildete „unser Singletrail“, der uns direkt bis vor die Haustür in Altenau brachte. Am Ende waren es 1200 hm bei 59 km Länge. Der Abend klang bei Gerstenkaltschale und riesigen Fleischstücken in der Gaststätte auf der anderen Straßenseite aus.
Tag 4:
Heute ist Abreisetag und nach dem gemeinsamen Frühstück wurde gepackt. Da wir sehr früh fertig waren, beschlossen wir noch den Start des MTB-Marathonrennens anzuschauen. Beindruckend! Mehr als 400 MTBer waren am Start. Der Startschuß fiel und die Meute machte sich auf den Weg durch die Berge zu hetzen. Wir dagegen besuchten noch ein paar Aussteller und machten uns dann auf die Autobahn nach Kiel. Obligatorisch gab es in Bispingen wieder einen Hamburger und ohne einen Stau erreichten wir gegen 14 Uhr glücklich und müde unsere Heimat.
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Märchenweg.jpg
Wir waren auf dem Märchenweg!
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Baumi hüpft vor Freude auf der Wolfswarte
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Das Treffen der FTNner
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Ameisenscheiße ! :-)
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Hier geht's lang.
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Mir nach!
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Beitragvon Baumi » Mo Mai 21, 2007 20:11

Und hier gibt's dann noch die Daten:
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Zuletzt geändert von Baumi am Fr Jun 15, 2007 13:46, insgesamt 1-mal geändert.

Hauke

Re: MTB Wochenende im Harz 2007

Beitragvon Hauke » Di Mai 22, 2007 07:21

Baumi hat geschrieben:eine Horde von 17 FTN-Radlern

... es waren übrigens nur 10, ich hab mich vertan - so groß war unsere Unterzahl also gar nicht. 17 FTNer waren insgesamt unterwegs, aber nicht alle waren mit aufm Klumpen.

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Sven
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Beitragvon Sven » Mi Mai 23, 2007 00:02

Ein paar persönliche Impressionen und Ergänzungen wollte ich - wie angedeutet - dann auch noch loswerden. Dieses Mal waren wir im Harz mit neuer Konstellation bzw. weniger Harzer Roller sassen am runden Frühstückstisch. Olli und Hauke waren das erste Mal dabei und die Stimmung war schon am ersten Abend sehr ausgelassen bei Spaghetti und Pils. :D

Ab dem ersten Fahr-Tag schon zeigte sich hier auf den im Vergleich zum Vorjahr überraschend technisch anspruchsvollen Wegen auch für jeden schnell die Stärken und Schwächen und man musste schon an den persönlichen Grenzbereich gehen. Sobald man den überwunden hat, konnte man aber garnicht anders und musste voll geniessen...so erging es mir bei den anspruchsvollen verblockten up- und downhills die aus meiner Sicht noch ein level heftiger waren im Vergleich zu den Vorjahren:

Zum einen hier der Märchenweg, der mein schönster trail war, den ich jemals gefahren bin....
Bild

...und die Bach-Brocken-Abfahrt von der Wolfswarte die sich als der "Wahnsinn" schlechthin herausstellte was ich in meiner Kategorisierung als "Gerade-noch-so-fahrbar-aber-dafür-umso-geiler" bezeichnen würde.
Auch die Fahrt zur Zeterklippe mit den Stegen und Lücken darin stellte sich als wirklich lohnender Umweg heraus und bot uns anschließend einen tollen Ausblick:

Bild
...gefolgt von einem kleinen knackig-verblockten downhill.

Highlight auch die Wurzelfahrt am Oderteich, wobei mich hier der chillig-flowige Holzsteg mit den eingebauten Treppen voll begeistert hat. An diesem Tag hatten wir Bilderbuchwetter und ich hätte diesen Moment gerne eingefroren.

Es war also jeden Tag aus meiner Sicht genügend Abwechslung vorhanden und Baumi hatte ein gutes Händchen, was die Tourenauswahl angeht :pat: . Ich fühlte mich daher immer voll in meinem Element und fuhr mit Adrenalin 100% pur. (nein...Fuentes ist nicht mein spanischer Onkel und ich hatte kein Helium in den Beinen).

:express: :prost: :express:
Sven :D

p.s.: Last but not least ein HOCH auf Davids Urstoff ("HoodiieeHoodieeeHoodiieeHoodieeeeeeeee" = rockn'roll) und Baumis Kettenöl und den Harzer Urstoff, der die Sache abgerundet hat und alle anderen, die dieses Wochenende zum unvergesslichen Erlebnis für mich gemacht haben. @Karl Heinz...cooler kann man nicht vom Rad steigen!!! :-)

Das nächste Mal fahr ich dann mit Helmkamera und Emotion-Aufzeichnung für alle... ;-)
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Beitragvon K.H.Peers » Mi Mai 23, 2007 07:41

Es war fast alles prima, nicht so gut finde ich immer noch, daß Ihr kein Foto von mir gemacht habt, wie ich so mit den Beinen nach oben in den Büschen hing und mich festkrallte um nicht in den Stausee zu rutschen.
Da sollten wir dran arbeiten bis 2008......
Die Raupe die vom Fliegen weiß , ist noch kein Schmetterling ! ( H. Sabo )

Hauke

Beitragvon Hauke » Mi Mai 23, 2007 09:00

K.H.Peers hat geschrieben:, daß Ihr kein Foto von mir gemacht habt,

...vielleicht sollten wir den Stausee am Westensee simulieren, dann müssen wir nicht bis 2008 auf die Bilder warten. :wink:

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Sven
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Beitragvon Sven » Mi Mai 23, 2007 10:38

K.H.Peers hat geschrieben:Es war fast alles prima, nicht so gut finde ich immer noch, daß Ihr kein Foto von mir gemacht habt, wie ich so mit den Beinen nach oben in den Büschen hing und mich festkrallte um nicht in den Stausee zu rutschen.
Da sollten wir dran arbeiten bis 2008......


Da war der Schreck bei allen wohl in dem Moment zu groß...manch einer hätte zudem eine Fotosession vielleicht sarkastisch verstehen können oder war der Stunt geplant ? ;-)
Gruß Sven
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Hauke

Beitragvon Hauke » Sa Mai 26, 2007 07:14

... hattet Ihr den Bericht eigentlich wie gewünscht an Gustav weitergeleitet?

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Beitragvon Baumi » Sa Mai 26, 2007 11:06

... ja, hab' ich.

Gruß,

Baumi

Carsten

Beitragvon Carsten » Mi Mai 30, 2007 13:56

Ich war Pfingstmontag Abend noch bei Arne um was abzuholen. Menno Arne hat ja richtig leuchtende Augen gehabt, als er mir in kurzen Sätzen vom Harz berichtet hat.

Ich hoffe ihr alle hattet richtig Spaß gehabt und bei der nächstjährigen Wochenendausfahrt bin ich wieder mit dabei..... :D

Ab Juli werde ich wieder auf das Rocky steigen, falls es mich noch mag ! :roll:

So ich werde erstmal ab Samstag morgen in den Osten rüber machen...wenn ich es schaffen sollte werde ich direkt online auf meiner Blog Seite dokumentieren.... 4500 km...allerdings auf der Mopette...

klickt einfach auf http://shortwayaround.de.vu und freue mich auch über Kommentare die mittlerweile freigeschaltet sind.

Gruß Carsten


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