24h Rennen Ahrensbök 9.+10. September 2017

Wo und wann ist was? Wie Komme ich hin?

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Pierre_85
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24h Rennen Ahrensbök 9.+10. September 2017

Beitragvon Pierre_85 » Di Jul 25, 2017 02:25

Moin :)

Dieses Jahr ist es wieder so weit. Ich werd mit der fast identischen (1 Fahrer neu) 4er Truppe, wie letztes Jahr, dort teilnehmen.

Das Rahmenprogramm verspricht ebenfalls wieder ganz gut zu werden, mit einigen Ausstellern etc. pp.
Vielleicht findet ja der Ein oder Andere den Weg dorthin :) Wäre mir eine riesen Freude :bounce:

Der nächste Monat wird in Sachen Vorbereitung wieder knallhart für mich, denn, mit dem undabkbaren 4. Platz, gebe ich mich nicht mehr zufrieden :motz:

Naja, man wird's sehen. Dabei sein ist alles und der Spaß kommt bei dem Sport nie zu kurz :D

VG, Pierre
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Pierre_85
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Re: 24h Rennen Ahrensbök 9.+10. September 2017

Beitragvon Pierre_85 » Do Sep 14, 2017 19:26

Moin moin :)

Das Rennen ist vorrüber und ich möchte, wen's interessiert, hier mal ein paar Worte darüber verlieren, wie es gelaufen ist - und wie es nicht gelaufen ist...

Vorwort:

Nunja, es war ein besonderes Rennen, da es, vorerst, das letzte Mal stattfand. Ob 2019 eines stattfindet, steht in den Sternen.
Der Veranstalter, ein Bike-Geschäft, hat fürs kommende Jahr andere Pläne und da passt ein Rennen der Art nicht in die Planung - Schade, aber man darf auf die darauffolgenden Jahre hoffen.

Wetter am Freitag:

Froschwetter, die ganze Zeit über. 3 von unserem 4er Team reisten bereits an diesem Abend an, inklusive meiner Wenigkeit, der sich ein Abteil in einem festen Unterstand sichern und sein Zelt aufbauen konnte, bis die anderen Beiden erschienen.

Innerhalb der Wartezeit meldete ich schonmal mein Team an und holte das Starterpackage ab. Es gab ein Täschchen von Shimano, ein 3er Inbusschlüssel-Tool mit 3 verschiedenen Größen, die Startnummern natürlich und Armbändchen für die Verpflegungszone der Teilnehmer.

Da das Wetter ein paar Minuten trocken war, begab ich mich auf eine ganz chillige Runde auf den Track - mehr aus Langeweile und Neugier.
Details zum Track folgen.

Auf den ersten Metern merkte ich schon das klebrige und tiefe Einsinken meiner Reifen - da noch die X-King aufgezogen und mir war klar, da müssen wohl doch die MountainKing drauf. Später am Abend erledigte ich das auch noch..

Solangsam trudelten auch die anderen Beiden ein. Nach begrüßung und "Fahrerlager-Einrichtung" begaben wir uns zu Dritt, mitten in der Nacht in einer trockenen Phase mit Taschenlampe, nochmal auf den Track und liefen ihn komplett ab.

ES WAR GRAUSAM!!! .. was der Regen in der Zeit von Nachmittag bis dahin angerichtet hat. Wir wussten sofort, dass das eine reine Schlamm- und vor allem Materialschlacht werden wird. Man kam nichtmal per Pedes irgendwelche Anstiege hinauf, noch hinunter oder sonstwas.

Zurück im Nugget (ein Camper von Ford, vom Teamkollegen) gabs erstmal nen schönes Becks auf den Schock ... und anschliessend die Wohlverdiente Nachtruhe, da wir alle seit den grauen Morgenstunden auf waren.

Weiter mit Samstag geht's im nächsten Post. :motz: :bounce:

Bildliche Darstellungen werden rein-editiert!

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Re: 24h Rennen Ahrensbök 9.+10. September 2017

Beitragvon Pierre_85 » Do Sep 14, 2017 19:39

Vorwort zum Samstag:

Schlammig aber trocken mit ersten positiven Resumèes!

Wetter:

Wie vom Vortag gewohnt, Regen, Regen, Regen.
Im frühen Morgen (Unser Fahrerlager befand sich direkt neben den beiden 8er Teams des Veranstalters) hörten wir bereits erste 'Munkeleien', was Änderungen an der Streckenführung anging.

Bis 15 Uhr war Regen angesagt, so kam es dann auch...


Der Vormittag:

Ja der, der verlief relativ ruhig mit einigen Stressspitzen. Eine 1x8 Schaltung musste justiert werden, das Eintreffen unseres 4ten Fahrers wurde erst gegen 11 Uhr erwartet. Dann hiess es Holz Sammeln fürs Lagerfeuer und das Grillen am Abend.

Auch hier wieder im Laufe des Vormittages viel Gemunkel um die Streckenführung.

Dann bestätigten sich so einige Gerüchte. Der, in unseren Augen, Mega-Drop, sowie die Umfahrung dessen, der Chickenway, wurden gesperrt.
Ein Aufatmen ging durch unser, sowie wohl auch durch andere Teams.

Denn die beiden Geschichten waren nun wirklich nicht Fahrbar! Slippery und Halsbrecherisch :motz:

Mittlerweile sind wir bei 12 Uhr Mittags angekommen.
Die Anspannung stieg, denn 13 Uhr sollte das Rennen beginnen.

Plötzlich fiel die Anspannung und man konnte noch etwas Luft holen.

Der Start wurde um 2 Stunden nach hinten verschoben und die gesammte Rennzeit somit um 2 Stunden verkürzt - also ein 22h Rennen :mrgreen:

Die Zeit wurde nun nochmals genutzt, um sein Bike nochmal zu checken, den Luftdruck zu prüfen und noch einige interne Absprachen zu treffen.

Punkt 15 Uhr hörte es auf zu Regnen und das Rennen startete! Endlich!!! :bounce:

Weiter geht's im nächsten Post - ebenfalls folgen Bilder hier auch nach Editierung und formatierung nachträglich.

Hier dir Drops und Wege, die gesperrt waren:
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Startbilder:
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Re: 24h Rennen Ahrensbök 9.+10. September 2017

Beitragvon Pierre_85 » Do Sep 14, 2017 19:56

DAS RENNEN!

Es ging nun endlich los - Los auf einen mit 10cm tiefen Schlamm bedeckten Rundkurs von ca. 3KM länge.

Unser erster Fahrer kam nach 3 Runden ins Fahrerlager, war völlig fertig und sein Bike glich eher einem mit Morast bedecktem Rad, was 5 Jahre im Wald lag ...... Schrecklicher Anblick.

Dann jedoch die Erleichterung:

Der Abschnitt, wo der Schlamm die Räder zum blockieren brachte und nichtmal zu Fuß von einem Weiterkommen gesprochen werden konnte, wurde ebenfalls gesperrt - unzumutbar!

Somit schrumpfte die Streckenlänge auf 1,76KM und sorgte für Rundenzeiten von, im Schnitt, 6-8 Minuten.
Diese sollten es aber trotzdem insich haben und zogen uns Runde für Runde die Körner aus den Beinen.

Ein Großer Dank geht an die örtliche Feuerwehr, die 2 Wasserschläuche (von Laien bedienbar) zur Verfügung stellte, um spätestens nach 3 Runden sein Bike bzw. zumindest den Antrieb wieder Schlammfrei zu bekommen.

Dies war allerdings kein leichtes unterfangen, denn der Schlamm saß, da es noch so feucht war, sehr tief in jeder Pore.

Das hat natürlich für ordentlich Furore gesorgt. An jeder Ecke hörte man Klagen, dass die Schwingenlager nach dem Rennen im Poppes sind, der Antrieb komplett getauscht werden müsse und so weiter.


Nundenn, zum weiteren Bikeschieb des Rennens braucht man an dieser Stelle nicht mehr zu sagen :motz:

Unser Team hatte bis dahin noch nicht technischen Schwierigkeiten zu beklagen und fuhren unseren Trott bis in die Nacht hinein konstant durch.

Zu 2 Uhr Morgens, und seit 1-2 Stunden nicht mehr in die Live-Tabelle geschaut, hin, warfen wir mal wieder einen Blick auf dieselbe.

Wir stellten fest, dass wir schon einen sehr guten Vorsprung herausgefahren hatten und auf dem 2. Platz lagen. WOW! Das hätten wir nie gedacht. aber Abwarten, es war gerademal Halbzeit und die anderen schliefen vllt. einfach nur und fuhren einen anderen Rhytmus.

Die Kehrseite allerdings war, dass aktuell auf dem 1. Platz ein U18 Team war, welches durchtrainiert, sehr Jung und Erfolglos war und bereits einen respektablen Vorsprung ihr eigen nennen konnte.

Aber das war nicht unsere Sorge, denn das haben wir uns schon vor dem Rennen gedacht, dass es so kommen würde :oops:


Weiter mit Sonntag geht's auch hier wieder im nächsten Post ;-) und die Bilder ... Ihr wisst schon :bounce:

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Re: 24h Rennen Ahrensbök 9.+10. September 2017

Beitragvon Pierre_85 » Do Sep 14, 2017 20:31

DER Sonntag!

Jo, der hatte es insich! Im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Sonntag fing, nach unserer wirklich guten Taktik, 2er Teams zu bilden, die 3 Stunden durchfahren, damit die anderen beiden jeweils 4,5h Zeit zum pennen haben, sehr erschreckend an!

Ich schlief bis, ich glaube, 7 Uhr. Dazu kam es aber nicht, denn gegen 6 Uhr kam einer der "Nachtschichtfahrer" ins Camp und klagte über ein abgerissenes Schaltauge - nichts mehr zu machen, das Rennen war für das Bike gelaufen! Der andere Fahrer musste flux auf die Strecke.
Inzwischen wurde die Startnummer auf das Ersatz-Hardtail umgebastelt (zum Glück hatten wir eines!).

By the Way: Seit Samstag 19 Uhr blieb es von oben Trocken und wir erlebten sogar einen schönen Sonnenaufgang mit stetig steigenden Temperaturen.

Gegen 8 Uhr morgens gab es dann das Frühstücksbuffet und wir waren alle wieder auf dem Damm, Bikeschieb und relativ gut ausgeschlafen.

Ich schaltete mein WLAN am Handy ein, verband den Laptop mit dem Internet und schaute in die Live-Tabelle (ein super Comfort, wenn man nicht immer in die Wechselzone und zum dort aufgehängten TV rennen möchte). Beim herunterscrollen der Tabelle fand ich unser Team erst nicht - ich habe zu weit gescrollt!

Wir waren immernoch 2. Platz mit einem beachtlichen Vorsprung, welcher so groß war, dass es für den 3ten fast unmöglich war, an uns heran zukommen.
Die Chance bestand jedoch dennoch! Das trieb uns weiterhin an, noch einige Runden zu absolvieren, erstrecht, weil die Strecke nun einigermaßen Fahrbar war, Spaß machte und man nurnoch selten einen Fuß auf den Boden setzen musste.

Ich ließ mich noch etwas gehen und richtig Wach werden. 3 Kaffee ist nen Witz für mich..

Dann folgte der nächste Bike-Ausfall, da wir aber mittlerweile einen unaufholbaren Vorsprung hatten, war dies kein Problem - nur zu Lasten des Besitzers. Dem Canondale mit Lefty-Gabel riss es ebenfalls das Schaltauge ab. Zu viel Power getreten? Man weiß es nicht...

Gegen 11 Uhr trafen meine Frau und meine Eltern zum Zugucken und zur Siegerehrung ein. Mich packte zuvor jedoch nochmal der Ehrgeiz, der persönliche! Ich wollte unbedingt nochmal gucken, wieviel Kraft ich noch aufwenden kann, um meine persönliche Bestzeit zu schlagen.

Es klappte :bounce: :bounce: und ich konnte mich in der Zeitwertung noch auf den 17. Platz hochschieben. Yippieh, was war ich erleichtert, denn ich war wirklich mehr als Platt, aber die ungläubigen Augen meiner Kollegen werd' ich nicht vergessen 8)


Siegerehrung:

Was gibts da schon groß zu sagen?

Wir wurden 2. in der 4er Herren-Klasse, was schon mehr als mehr erwartet war! Wir sind allesamt mega Stolz auf uns, unsere Leistung und unser Teamwork. Es hat einfach alles gepasst, Gegenseitige Unterstützung, Absprachen, das Zwischenmenschliche ... Einfach super.
Da war das Wetter mal sowas von hinten angestellt :)

Da Eigenlob bekanntlich stinkt, nun genug der Worte ..

Fazit: Ein, abgesehen vom Wetter, gelungenes, familiäres Event. Es gab nirgends irgendwelche Zickereien zwischen Fahrern oder Teams, vorbildliches Verhalten auf der Strecke, Rücksicht und Vorsicht, Nachfragen, wenn jemand was nicht koscher war. Alles Top :)


Vielen Dank für's Lesen, jetzt am Sonntag falle ich erstmal aus, bin aber sicher kommenden wieder mit auf Tour.

Bis dann erstmal.


Hier die Runde und meine pers. Bestzeit kurz vor Schluss, auf meinem letzten Sprint:
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Und nochmal Schwarz auf Weiss:
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Und die Urkunde (da steht 2016, ist noch die Online-Vorlage vom letzten Jahr, is ja alles elektronisch, haben wohl vergessen ne neue da hochzuladen)
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Re: 24h Rennen Ahrensbök 9.+10. September 2017

Beitragvon Pierre_85 » Do Sep 14, 2017 21:19

So, das war's.

Ich hoffe, es ist gut zu lesen :bounce: :bounce:
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Re: 24h Rennen Ahrensbök 9.+10. September 2017

Beitragvon AG » Fr Sep 15, 2017 07:28

WOW :respekt: , da war ja Schlammcatchen gar nichts dagegen.
Glückwunsch zur Platzierung. Wer waren denn eigentlich die anderen Teilnehmer in deinem Team "Flying Spokes"?
Gruß
Arne

...aus dem kleinen MTB-Glossar...
Singletrail - Ein schmaler Pfad, auf dem nur Platz für ein MTB ist.
Drop - Passage mit jähem Höhenabfall.

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Re: 24h Rennen Ahrensbök 9.+10. September 2017

Beitragvon Pierre_85 » Fr Sep 15, 2017 14:55

Danke Dir :)

Die anderen sind nicht aus der RG, kommen aus HH und HL und dürften hier eher unbekannt sein ;-)

Die Vornamen (aus Datenschutz nenne ich keine Nachnamen) sind Markus, Steffen und Dustin.

Ps.: natürlich wünschte ich mir mal, soetwas mit einem Team, bestehend aus RG-Mitgliedern mitzumachen ...... :) :bounce:

Achja, hier noch ein Video, welches 2 gefahrene Runden von mir zeigt. Helmkamera. jedoch streckenmäßig schon sehr "abgefahren", sodass man vom schlamm nicht mehr viel mitbekommt, im video. Bis dahin war er schon sehr breit und trocken gefahren bzw. von den Helfern größtenteils beiseite "geharkt".

https://www.youtube.com/watch?v=45uMbtp6Jh4&t=1s

man sieht sehr gut an der Geschwindigkeit, dass es wirklich sehr rutschig war, gerade in den Kurven. Dort konnte man letztes jahr, im trockenen, sehr gut fast das doppelte an speed fahren, mit der richtigen kurvenlinie und technik. :motz:
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