Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Wo und wann ist was? Wie Komme ich hin?

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Steffi
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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Beitragvon Steffi » Mi Okt 11, 2017 09:18

Am Samstag, 14.10.2017, ist nun endlich soweit. Sven und ich gehen auf die Reise. Zusammen mit zwei weiteren Teamkollegen werden wir von Hamburg nach Berlin fahren. 280 km sollen es ungefähr werden. +- ein paar Zerquetschte. Sven ist schon ordentlich aufgeregt und kann wohl noch weniger still sitzen als sonst schon. :wink: Ausgeschrieben ist diese Veranstaltung als Einzel- und Teamzeitfahren. Aber wir werden eine gemütliche Saisonabschlusstour daraus machen. Also keine Hetze, alle vier kommen durch und die ein oder andere Kaffee- und Tortenpause ist auch drin. Ich freue mich :bounce: :bounce:

2014 bin ich hier schon einmal gefahren. Berichtet habe ich glaube ich auch hier schon... https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/f ... lin#p57727

VG Steffi
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Veit
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Re: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Beitragvon Veit » So Okt 15, 2017 16:05

Ihr schafft das!
Ausserdem seid ihr ja schon durch :shock:
Ich bin einen Tag zu spät dran :wink:
Bringt mich irgendwo hin - ich werde überall gebraucht.

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Sven
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Re: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Beitragvon Sven » So Okt 15, 2017 22:27

Also erstmal: Ja…wir haben es geschafft und.....

Ja, ich war schon aufgeregt…aber nicht ohne Grund. So war es für mich als „Langstrecken-Neuling“ schwer einzuschätzen gewesen, wie ich mich für so eine lange „Rutsche“ kräftemässig einteilen muss und wie mein Team an die Sache rangeht ;-). Erfahrungsgemäss ist es ja meistens so, dass das Tempo gerne mal etwas progressiver ist, als angedeutet.

Wie dem auch sei….morgens um 3:30 klingelte also der Wecker und es ging mit Steffi und Axel zusammen um 4:30 nach Hamburg Neuengramme zum Startpunkt. Um 7.06 ging es dann auch pünktlich los….das Zeitfahren für uns: “Hamburg – Berlin”. Der Veranstalter Audax Club Schleswig Holstein organisiert die Veranstaltung bereits seit vielen Jahren, nur dieses Mal war der Startpunkt statt in Alten- in Neuengramme.. Die Distanz ist deswegen nur marginal länger geworden: 278km.

Leider lief uns vorm Start ein bisschen die Zeit davon, so dass das Frühstück nur sehr knapp ausfiel und die Tasche später montiert werden musste. Mein Tacho wollte auch nicht so recht, ich kam schwer in die Klickies und überhaupt fragte ich mich: „warum ist es eigentlich so dunkel“. Nach ein paar Minuten ging es dann aber zügig los und wir suchten das Weite.

Entlang der Elbe und vielen Deichen ging es in Richtung Bleckede. Von dort aus weiter nach Hitzacker. Auf dem Stück sammelten wir bestimmt die meisten Höhenmeter, die es auf der Gesamtstrecke gab. Das Wetter war angenehm kühl und es bildete sich eine grössere Gruppe, die sich aber am nächsten Anstieg wieder zerteilte.

Kurz hinter Hitzacker wurden wir dann auch fotografiert…klasse Service…Danke! Dabei waren wir dann - :oops: - wie angedeutet gar nicht mal so "lahm" unterwegs...

Nach ca. 95km überquerten wir bei Dömitz zu Dritt die Elbe. Kurz nach der Elbbrücke gab es den einzigen Kontroll / Verpflegungspunkt auf der Strecke. Hier wurden wir kurz gescannt, versorgt und konnten die Technik richten und mal austreten. Kurze Zeit später ging es dann aber auch für uns wieder weiter. Bis dahin fühlte sich alles sehr gut an für mich auch wenn wir weiterhin ein recht zügiges Tempo drauf hatten.

Auf dem Weg über Lenzen nach Wittenberge führten die mit Bäumen zu langen Alleen eingefassten Straßen über weite und gefühlt endlose Felder. Die Strassen waren wirklich in einem hervorragenden Zustand und es passierte nicht viel, ausser ein paar vorbeifliegende Gruppen oder auch Gänse in Formationsflug kreuzend Richtung Süden. Gut zum relaxen und auch irgendwie zeitlos..

Wir rollten quasi sehr tiefenentspannt durch Brandenburg und fuhren an endlosen Kartoffelfeldern vorbei und - noch viel besser - wir hatten mit dem Wetter ein Wahnsinns-Glück…es blieb grau aber trocken und es war ausreichend warm, um nicht abzukühlen mit einem minimal seitlichem Wind…im schlimmsten Fall etwas böig.

Irgendwann haben wir dann einen Supermarkt aufgesucht, der uns leider keine Brötchen bieten konnte, sondern nur Cola und Wasser. Hier merkte ich beim Absteigen, dass es jetzt anstrengender wird... Steffi und ich hatten da schon Bock auf was Herzhaftes gehabt aber wie gesagt: es gab nix. Wir fuhren dann durch diverse kleinere Orte zu Dritt weiter und kreiselten was das Zeug hielt. Irgendwann nach 14 Uhr bemerkte ich nach diversen Pflastersteindurchfahrten, dass sich mein Flaschenhalter gelockert hat und kurz nachgeschraubt werden musste. ....puuh.---diese kurze wertvolle Pause inkl. eingepacktem Reserve-Brötchen zum Vernichten bei km 150 hat dann nochmal einiges bewirkt und es ging mir auf einmal wieder richtig gut, nachdem ich doch gerade davor ein kleines Zwischentief überwunden habe.

So gings ging also wieder gestärkt auf die Räder und irgendwann hatten wir schon die magischen 200km hinter uns. “Nur” noch ca 78km sagte ich mir innerlich..und ich zählte bereits rückwärts. Ein echtes Highlight der Strecke waren für mich aber immer die Alleen, die sich durch die Landschaft zogen und alle Namen bzw. Nummern trugen. Für mich hatte das etwas faszinierendes. Gestoppt wurde das Meditative durch den kleinen Ort *Rhinow, der doch reichlich amüsante *Assoziationen bei mir hervorrief und auch Steffi und Axel fuhren da voll drauf ab. :-)...jetzt war es auf einmal richtig relaxed..."bald sind wir am Ziel" dachte ich.

Ca. 50 Kilometer vor Berlin machten wir noch einmal eine kurze Rast in Nauen und hier spendierte Axel dann leckere Plundertaschen und Kaffee…Danke Axel! Die freundliche Bäckereifachverkäuferin war auch sichtlich amüsiert über unsere Synapsen-Wahnsinn und freute sich offensichtlich mal über die gutgelaunte Abwechslung....

Jetzt gings an den Endspurt über Fürstenwalde und durch Spandau. Die Zivilisation hatte uns wieder und sehr plötzlich bewegten wir uns inmitten des Feierabendverkehrs und einer lieblos aneinandergereihten Einfuhrschneise nach Gatow...rote Ampel, stop, rote Ampel, stop usw.

Um ca. 17:30 Uhr erreichten wir dennoch nach einem letzten Anstief sehr glücklich das Wassersportheim in Gatow und wurden sehr nett begrüsst und wir tranken erstmal das Welcome-Bier auf uns...yehhah..geschafft...Wahnsinn und dann der Sonnenuntergang und die Kulisse. Das war einer von diesen "perfekten Momenten" die man am Liebsten einfrieren würde.

Nach einer Dusche war erst Mal eine super Suppe angeboten und wir konnten uns bei einem weiteren Hopfengetränk stärken. Bei netten Gesprächen klang der kurze Abend dann aus und es ging direkt zum Bus Richtung Hamburg und zurück nach Kiel.

...

An dieser Stelle vielen lieben Dank an Steffi, die mich ermutigt hat, hier teilzunehmen und Axel mit seiner entspannten Art...cooles Team waren wir...immer wieder! Ich muss ehrlich zugeben, dass ich es nie für möglich gehalten habe, so eine Strecke so fahren zu können. Unvorstellbar noch bis vor Kurzem.

Seit gestern weiss ich, dass "278" km auch nur eine Zahl ist und dass wohl alles möglich ist...vor allem dass 26-27km/h schnell mal 29,5km sein können und man nicht alles so eng sehen sollten...wenns passt, dann passts..:-).

Das war also nicht das letzte Mal, versprochen! Danke nochmal an S & A fürs alles und an die Audax-Organisatoren dieses Wahnsinnsevents!

Sportliche Grüsse,
Sven

*waterbuffets are cool Rhinows!*


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Re: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Beitragvon Baumi » Mo Okt 16, 2017 06:50

:bounce: Jaaaa geschafft! Und alles ist gut gegangen.
Glückwunsch euch drei, das war eine super Leistung!


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Re: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Beitragvon AR » Mo Okt 16, 2017 19:21

Seeeehr prima ihr 3 :bounce2:

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Steffi
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Re: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Beitragvon Steffi » Fr Okt 20, 2017 17:47

Kurz und knapp: Super Tour mit einem noch supereren Team :P (warum sieht man bei mir immer was zu futtern? :roll: )

Es lief alles wie am Schnürchen. Axel und ich sind solche Strecken ja gewohnt, umso mehr ziehe ich den Hut vor Svens Leistung. Ein bisschen Adrenalin war wohl auch mit im Spiel und nicht jeder kam freudestrahlend im Ziel an. Zwischendurch hatten sich noch zwei junge Mädels zu uns gesellt. Sie lobten zwar unsere gleichmäßige Fahrweise, aber wir waren ihnen dann wohl doch 1-2 km/h zu fix. Die eine habe ich dann im Ziel noch weinend in den Armen ihres Freundes gesehen. War wohl doch etwas viel. Auch ich hatte in der Vergangenheit mal solche Momente. Umso schöner ist es dann, wenn man dabei bleibt und über sich hinauswachsen kann.

Sven war ja gefühlt schon einen Monat vor der Tour startklar. Tiptop vorbereitet. Sehr gut. Nächstes Jahr wieder. Wir hätten sogar noch ein Plätzchen frei :bounce: :bounce:
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